Intimität, Vertrauen und Fetisch – im Gespräch mit Dan Apus Monoceros
- 19. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Ihr habt Lust auf einen lockeren Podcast über Shibari, Bondage und Co? Dann hört bei "Illion fragt nach" mal rein. Hier die Folge mit Dan Apus Monoceros. Hier eine kleine Zusammenfassung von der KI für Euch. Den Link zur kompletten Folge "14 - Dieser fesselnde Fetisch hat einen Haken!" gibt es hier oder weiter unten :)
Wer ist Dan Apus Monoceros?
Dan Apus Monoceros ist professioneller KinK-Coach, Bondage-Trainer und Shibari-Künstler aus Berlin, der seit über 20 Jahren mit Seilen arbeitet und Shows, Workshops sowie Sessions anbietet. Er lebt offen schwul, polyamor und beschreibt sich als kinky, sadistisch, grau-asexuell – und als jemand, der sein Seilhandwerk „hart“ durch Try & Error, Praxis und Bühne gelernt hat.
Bondage, Shibari und Rope Bondage
Im Podcast wird unterschieden: „Bondage“ ist der Oberbegriff für gefesselt sein, während „Shibari“ ursprünglich einfach die japanische Vokabel dafür ist und somit eigentlich das gleich sein sollten. Im deutschsprachigen Raum wird unter Bondage aber oft eher Gear-Bondage (z.B. Handschellen, Lederfesseln) verstanden, während Shibari meist mit Seil-Bondage und einer eher japanischen, ästhetischen Seilführung verbunden wird.
Shibari als Kunstform und Performance
Dan beschreibt seine Rope Shows als „Fine Rope Art“: visuell kraftvolle Performances, in denen Körper, Seile und Raum zu bewegten Bildern werden. Dabei entstehen choreografierte Abläufe, an denen er mit seinem Rope-Model stundenlang probt. Er macht aber auch freie Improvisationen oder Live Demos, in denen er spontan mit Körperpositionen, Haken in der Decke und der Reaktion des Models „spielt“.
Schmerz, Lust und individuelle Grenzen
Shibari kann schmerzhaft sein, muss es aber nicht: Dan betont, dass Intensität immer an das Model angepasst wird. Als Sadist genießt er auch schmerzhafte Elemente, macht aber zugleich klar, dass andere Partner lieber weich, komfortabel und „kuschelig“ gefesselt werden – und dass beide Varianten legitim sind.
Vertrauen, Kommunikation und Sicherheit
Ein zentrales Thema der Folge ist Vertrauen: Seile schaffen extreme Intimität, weil sich das Rope-Bunny wortwörtlich in die Hände eines anderen Menschen begibt. Dan zeigt, wie er während Shows und Sessions kontinuierlich eincheckt – durch Blickkontakt, Berührungen und verbale Rückfragen –, um sicherzustellen, dass alles einvernehmlich, sicher und emotional tragfähig bleibt.
Arbeiten mit erfahrenen Models und Neulingen
Mit langjährigen Models wie Timo kann Dan sehr intensive Positionen erkunden, weil er deren Körper und Belastungsgrenzen gut kennt. Bei Neulingen setzt er dagegen auf Try-Outs und kurze Briefings, bleibt im öffentlichen Setting die ganze Zeit im Gespräch und lehnt Personen ab, wenn sein Bauchgefühl sagt, dass die Zusammenarbeit gerade nicht sicher oder stimmig wäre.
Risiken, Verantwortung und Consent
Der Podcast verschweigt Risiken nicht: Nervenschäden, Taubheitsgefühle, Panik oder Kreislaufprobleme können beim Shibari auftreten, wenn verantwortungslos oder ohne Kommunikation gespielt wird. Darum plädiert Dan für klares, ehrliches Feedback – gerade auch dann, wenn etwas übergriffig wirkt oder sich im Nachhinein falsch anfühlt –, damit beteiligte Personen lernen und sich weiterentwickeln können.
Mut, Neugier und erste Schritte mit Seilen
Die Folge lädt dazu ein, Shibari neugierig und bewusst zu erkunden: mit Respekt vor dem eigenen Körper, klaren Absprachen und einem gesunden Maß an Vorsicht. Dan ermutigt Hörer:innen, sich auszuprobieren, Erfahrung zu sammeln, aber die eigenen Grenzen und die des Rope-Bunnys niemals zu überschreiten – und sich bei Bedarf professionelle Unterstützung zu holen.
Jetzt den Podcast hören
Wenn du tiefer in Dan’s Erfahrungen, konkrete Beispiele aus seinen Shows und seine Sicht auf Shibari als Fetisch und Kunstform eintauchen willst, hör dir die komplette Folge in meinem Podcast an.

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